Die „Barcode-Theorie“ – Böse Schwingungen durch einfache Strichcodes?

Scannen von Produkten an der Supermarktkasse

Der Barcode: Zuerst war er nur schwarze Tinte auf Papier, aber dann wurde er zu einer Gefahr für die Allgemeinheit!

Daran glauben jedenfalls die Anhänger der sogenannten „Barcode-Theorie“. Sie behaupten, dass der Scanvorgang von Produkten an der Supermarktkasse schädliche Schwingungen auf den menschlichen Organismus überträgt. Deshalb fordern manche Theoretiker die „Entstörung“ der Strichcodes.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden was es mit der Theorie auf sich hat und wie sich die Meinungen zu diesem Thema spalten.



Was passiert beim Scannen eines Barcodes?

Die EAN-Strichcodes bestehen aus unterschiedlich breiten schwarzen Strichen, die von einem Scanner durch eine Reflexion mittels Licht erfasst werden können. So kann per Funk- oder Bluetooth-Übertragung der Barcode von einem Computer in eine Ziffernfolge umgewandelt werden. Diese wird daraufhin entschlüsselt und die Informationen können weiter verarbeitet werden.

Was besagt die „Barcode-Theorie“?

Einige Theoretiker warnen vor der Strahlung die beim Scannen des EAN-Strichcodes abgesondert wird. Die Qualität von Lebensmitteln soll durch negative Strahlen beeinflusst werden, die sich wiederum auf den menschlichen Organismus übertragen würden. Für den Menschen sollen die Schwingungen schädlich sein und müssen deshalb „entstört“ werden.

Diese Theorie ist vor allem bei Esoterikern und in der Öko-Szene verbreitet.


Wie kann ein Barcode „entstört“ werden?

Es gibt ein paar Unternehmen, die ihre Strichcodes „entstören“. Die meisten machen dies auf Grund von Kundenwünschen. Mit einem Aufdruck über dem Barcode, wie zum Beispiel einem Querstrich, soll der Code unschädlich gemacht werden. Die meisten Firmen, die ihre Produkte „unschädlich“ machen, sind in der Bio-Branche angesiedelt, wie die Bio-Brauerei „Lämmsbräu“.

Den gleichen Effekt könne man auch durch das Durchstreichen des Codes mit einem speziellen Filzstift oder durch das Auflegen der gekauften Produkte auf ein besonderes silbernes Tablett erreichen, versprechen deren Hersteller. Preislich liegen diese „Entstörer“ bei circa 10 und 1.000 Euro, was einen sehr stolzen Preis für eine unbelegte Theorie darstellt.


Wie wird diese Theorie eingeschätzt?

Wie bei jeder Theorie findet man auf der einen Seite Befürworter und auf der anderen Seite Gegner. Der große Bio-Getränkehersteller „Voelkel“ hatte jahrelang seine Produkte mit Querstrichen versehen. Doch diese wurden wegen eingegangenen Beschwerden wieder abgeschafft. Einige Unternehmen haben die „Entstörung“ zusätzlich auf ihre Produkt gedruckt, um keine Kunden zu verlieren bzw. neue Kunden dazu zu gewinnen. Denn Mehrkosten enstehen für sie dabei nicht.

Es gibt viele Gegner der „Verschwörungstheorie“ und auch Fachleute sprechen von einem ungefährlichen Licht. Die Eigenschaften seien nämlich gleich deren eines normalen sichtbaren Lichtes. Somit können die Strahlen nicht in Verpackungen eindringen oder dem Menschen schaden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Theorie bisher nicht wissenschaftlich belegt worden ist. Auch derartig chemische Prozesse konnten nicht nachgewiesen werden.



Bildnachweis:
© Zebra Technologies Corporation,
© labelfox.com

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.
Veröffentlicht am 31. Juli 2019 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
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