Der QR-Code als Werbemittel auf dem LKW

Der QR-Code als fahrende Werbetafel im StraßenverkehrDer QR-Code: Zu Beginn für die Industrie entwickelt, haben bereits verschiedenste Branchen den Nutzen der kleinen 2D-Barcodes für sich entdeckt. Nun erobern die quadratischen Muster auch den privaten Bereich und tauchen immer häufiger in unserem Alltag auf.

Wir von Labelfox haben für Sie bereits einige Male über den QR-Code und seine neuen Einsatzgebiete berichtet.

In diesem Artikel befasse ich mich nun mit einer Variante, mit der man den QR-Code besonders pompös in Szene setzen kann: Der QR-Code als Werbetafel auf dem LKW!

Neulich auf der Autobahn. „Im Wagen vor mir fährt… ein QR-Code?!“

Ein besonders auffälliges Exemplar eines QR-Codes begegnete mir neulich, als ich überhaupt nicht damit rechnete: Mitten auf der Autobahn. Riesengroß prangten die einzelnen Pixel eines QR-Codes auf dem Heck eines Lastwagens direkt vor mir.

Der QR-Code und das LKW-Plakat
Schon seit geraumer Zeit erfreuen sich Plakatwerbungen auf LKWs immer größerer Beliebtheit. Und da auch der QR-Code eine immer bedeutendere Rolle im Marketingbereich einnimmt, ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass nun diese zwei Werbemittel miteinander verbunden wurden.

Werbung am LKW ermöglicht es, ganze Werbekampagnen beinahe unübersehbar direkt vor den Augen potentieller Kunden zu platzieren. Der QR-Code ist auf diesen Weg schon aus weiter Entfernung und von einem breiten Publikum zu erkennen. Zwei aufblühende Werbestrategien zu einer zu verbinden, das klingt, als würde es verlockende Vorteile mit sich bringen. Dennoch ist es eher eine Ausnahme, einen QR-Code auf einem LKW zu entdecken.

Der Haken an der Sache
Mit bloßem Auge betrachtet bestehen QR-Codes lediglich aus zweifarbigen, meist schwarz-weißen Quadraten. Erst durch die Verwendung spezieller Scanner eröffnet sich der wahre Zweck der Codes. Diese Scanner sind unter anderem in Smartphones enthalten: Einfach den QR-Code abfotografieren, scannen, und schon öffnet sich das hinter dem Code verborgene Datenformat.

Da LKW-Werbung nun aber vor allem im Straßenverkehr die Aufmerksamkeit auf sich zieht, muss man sich fragen: Ist es vertretbar, hier mit QR-Codes zu werben? Während der Autofahrt ist es gesetzlich verboten, zum Handy zu greifen. Dennoch lassen sich viele Leute nur zu leicht dazu verleiten. Ein auf dem LKW dargestellter QR-Code verlockt also geradezu zum Griff nach dem Handy. Doch die Gefahren, die durch Ablenkung am Steuer entstehen, sind nicht zu unterschätzen und sollten nicht herausgefordert werden.

Bei Personen hingegen, die sich nicht vom QR-Code zur Ablenkung hinreißen lassen, erfüllt die Werbung ihren Zweck nicht. Sie kommt nicht beim Kunden an. Nur ein kleiner Bruchteil der Personengruppe, die den QR-Code sieht, kann ihn also wirklich nutzen: Die Beifahrer.

Hier muss man sich also skeptisch fragen, ob es unter diesem Gesichtspunkt zu verantworten ist, für Ablenkung im Straßenverkehr zu sorgen.

Die Umsetzung: Ein QR-Code alleine macht noch keine gute Werbung

Hat man sich nun für diese Art der Werbung entschieden, muss man auch für eine professionelle Umsetzung der Idee sorgen. Tipps, wie man bei der Verwendung von QR-Codes richtig vorgeht, finden Sie im Beitrag 10 Tipps zur Verwendung von QR-Codes.

Bei dem von mir entdeckten QR-Code öffnet sich nach dem Scannen eine Internetseite, auf der ein Unternehmensfilm der zum LKW gehörigen Logistikfirma, zu sehen ist. Das Video gewährt einen schönen Einblick und ermöglicht es, sich ein Bild von der Firma zu machen. Allerdings befinden sich keine weiterführenden Informationen auf der geöffneten Seite. Weder ein Logo oder eine Verlinkung zur offiziellen Homepage noch Kontaktdaten oder die Firmenadresse sind hier zu finden. Wer also noch mehr über das Unternehmen erfahren möchte, muss sich selbst auf die Suche nach Informationen machen. Des Weiteren lässt sich der kurze Film zwar problemlos auf dem Handy abspielen, es ist allerdings schade, dass der Aufbau der Internetseite nicht für mobile Endgeräte optimiert wurde.

Unumstritten hat sich die Logistikfirma eine kreative Variante einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. An der Umsetzung des Ganzen hapert es jedoch noch etwas.

Labelfox-Fazit

Ein gigantischer QR-Code auf einem LKW: Aufmerksamkeit ist dem Unternehmer damit sicher! Fraglich bleibt jedoch, da man nur eine stark eingegrenzte Zielgruppe erreichen kann, ob man hiermit wirklich für den erwünschten Erfolg sorgt. Des Weiteren ist der Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr nicht außer Acht zu lassen: QR-Codes können für Ablenkung sorgen und stellen somit klar eine weitere Gefahrenquelle im Verkehr dar, auf die man auch leicht verzichten könnte.

Wichtig ist generell: Hinter einem QR-Code sollte sich auch etwas Spannendes verstecken! Das Scannen eines Codes soll dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Egal ob nun durch Informationen über die Firma, Rabatte, Gewinnspiele oder sogar durch Gratisfunktionen. Je mehr man dem Kunden bietet, desto besser fällt das Feedback aus!

Abschließend lässt sich sagen: Sowohl QR-Codes wie auch LKW-Plakate bieten sicherlich eine Menge Potential für den Marketingbereich. Die Kombination dieser beiden Methoden ist jedoch, finde ich, weniger für eine gute Werbekampagne geeignet, gibt es doch sicherlich bessere Wege, die großen Flächen auf LKWs für Werbezwecke zu nutzen.

Kreative Illustrationen, zum Beispiel, erregen ebenfalls enorme Aufmerksamkeit und erreichen die Zielgruppen unmittelbar. Auf diesen direkten Weg, ohne, dass die Nutzung eines Handys nötig wird, werden auch die möglichen Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr minimiert.

Und wer freut sich nicht, wenn ein LKW, statt des üblich genervten Grummelns, durch eine lustige Illustration ein kleines Schmunzeln auf die Lippen der Autofahrer zaubert?
In diesem Sinne: Augen auf im Straßenverkehr! 🙂

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.
Veröffentlicht am 26. August 2013 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
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