Welche Druckauflösung ist die Richtige?

Die Frage, welche Druckauflösung für die eigene Druckanwendnung die Richtige ist, stellt sich mancher häufig erst dann, wenn das Druckergebnis nicht dem entspricht, was man erwartet hat. Besser ist es, sich schon im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten des optimalen Druckvorgangs zu informieren. In folgendem Video erhalten Sie daher vom Druckerhersteller Zebra nützliche Tipps, um zwischen 203, 300 und 600 dpi-Druckern auszuwählen.


Labelfox: Video-Transkript zum Film

Die Entscheidung, ob man Etiketten mit einer Druckauflösung von 200, 300 oder 600 dpi druckt, hängt von drei zusammenhängenden Faktoren ab:

  1. Die benötigte Deutlichkeit und Lesbarkeit
  2. Die benötigte Druckgeschwindigkeit
  3. Das Etikettenformat

Wie wichtig ist die Deutlichkeit und Lesbarkeit für die Anwendung?

Obwohl 300 und 600 dpi ein schärferes Druckbild generieren als 203 dpi, reichen 203 dpi Auflösung oft für die meisten Anwendungen aus. Als Beispiel wurden diese Adressetiketten in 203, 300 und 600 dpi gedruckt. Wie Sie sehen können, sind 203 dpi absolut ausreichend für Adressaufkleber. Allerdings werden für ein Typenschild mit kleinen Schriften und Symbolen 600 dpi benötigt, um lesbare Texte, erkennbare Symbole und scanbare Barecodes zu erhalten.

Wie schnell müssen die Etiketten gedruckt werden?

Zebra 110xi4Für die Druckgeschwindigkeit ist folgende Faustregel zu beachten: Je höher die Druckauflösung, desto niedriger die maximale Druckgeschwindigkeit des Druckers. So ändert sich beispielsweise die Druckgeschwindigkeit eines 110Xi4 Druckers abhängig von der Auflösung wie folgt:

Bei 203 dpi Druckauflösung kann der 110Xi4 noch bis zu 14 ips (Inches pro Sekunde) drucken, bei 300 dpi druckt er bis zu 12 ips und bei 600 dpi nur bis zu 6 ips schnell.

Etikettenformat

Auch die Größe des Etiketts ist, neben der Größe der Schriften und Grafiken, ein wichtiger Einflussfaktor für die Auswahl der korrekten Druckauflösung. Wenn die Etikettenbreite geringer ist als ½ Inch (ca. 1,5 cm) und die Länge des Etiketts 1 Inch (ca. 2,5 cm) unterschreitet, wird ein 600 dpi-Drucker benötigt, um scharfe und lesbare Texte, Grafiken und Barcodes zu produzieren. Ein Beispiel hierfür sind Kennzeichnungen auf Platinen.

Weiterhin müssen unbedingt die zu druckenden Texte, Barcodes, Grafiken und Fotos berücksichtigt werden. Texte und Kennzeichen mit einer Größe von weniger als 6 Punkt benötigen zwingend einen 600 dpi-Drucker, damit der Text lesbar bleibt und die Kennzeichen erkennbar sind. 600 dpi werden auch benötigt, um asiatische Schriftzeichen mit weniger als 10 Punkt Größe erkennbar drucken zu können. 2D-Barcodes, die kleiner als 3/10 Inch x 3/10 Inch (ca. 1 cm x 1 cm) sind, benötigen einen 600 pdi-Drucker, um fehlerfrei gescannt zu werden.

Wie Sie am Beispiel dieser Armbänder erkennen können, erhöht sich die Erkennbarkeit der Person auf dem Foto mit zunehmender Auflösung.

Druckschärfe, Druckgeschwindigkeit und Etikettenformat hängen voneinander ab

Umso höher die benötige Druckgeschwindigkeit ist, desto niedriger ist die erreichbare Auflösung!
Als Faustformel gilt: Je kleiner der Text und die Grafiken, die gedruckt werden sollen, desto höher die benötigte Auflösung, um die Texte lesbar und die Barcodes scanbar zu drucken.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite zebra.com Zebra Drucker

Labelfox-Fazit

Beachten Sie bei der Auswahl des geeigneten Etikettendruckers mit 203, 300 oder 600 dpi stets die vom Druckerhersteller Zebra vorgestellten Tipps. Denken Sie daran: Für den optimalen Druck ist nicht allein die Druckauflösung das entscheidende Kriterium! Nur das optimale Zusammenspiel aller für den Druck notwendiger Komponenten erzielt auch das optimale Druckergebnis.

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Frank Hofmann

Autor bei Labelfox
Als einer der „alten Hasen“ der Branche liegt es mir sehr am Herzen, meinen Lesern stets relevante und aktuelle Informationen rund um die professionelle Kennzeichnung zu liefern. Der Etikettendruck ist mein Steckenpferd und bietet mir für die objektive Berichterstattung täglich neue Spielräume.
Veröffentlicht am 2. September 2013 von
Frank Hofmann und abgelegt in der
Kategorie: Thermodruck.
 

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