Ärger mit den Etiketten: So sagen Sie klebrigen Labels den Kampf an!

Wie löst man Etiketten sauber ab?Wer kennt es nicht? Ob Preisschilder, Hinweis-Etiketten oder bunte Sticker für Kinder – einmal aufgeklebt, ist es häufig eine Qual, Etiketten wieder sauber abzulösen. Vor allem Preisschilder treiben einen beinahe in den Wahnsinn – ist es doch gerade bei Neuwaren wünschenswert, die unschönen Etiketten restlos und sauber zu entfernen. Natürlich, ohne das Produkt zu beschädigen!

Man reißt, zieht, reibt, kratzt … doch das Ergebnis ist nur selten das Erhoffte. Einige Etiketten reißen beim Abziehen ein, andere hinterlassen unschöne Kleberückstände und Papierfetzen. Versuche, die Reste mit bloßen Fingern und den Fingernägeln zu entfernen, dauern zu lange und belasten nicht nur die Fingernägel, sondern auch die Nerven.

Doch es gibt Wege und Mittel, wie Sie sich zukünftig diesen klebrigen Ärger ersparen können! Im Folgenden haben wir für Sie Tipps und Tricks gesammelt, wie Sie mit einfachen Hausmittelchen den lästigen Etiketten den Kampf ansagen können.

Mit diesen Hausmitteln entfernen Sie Etiketten spielend leicht

Etiketten ablösen mit WasserDie wohl bekannteste Entfernungsmethode ist, ganz einfach, warmes Wasser. Befeuchten Sie das Etikett, oder weichen Sie Härtefälle über einen längeren Zeitraum in Wasser ein! Danach können Sie das Etikett ganz leicht abrubbeln. Unterstützt wird diese Methode, wenn Sie Spülmittel mit in das Wasser oder direkt auf das Etikett geben.

Auch Cremes und Seifen auf Öl-Basis sind nützliche Helfer im Kampf gegen die Klebereste, da die enthaltenen Fette den Kleber lösen. Einfach gründlich einreiben, gegebenenfalls kurz einwirken lassen, und schon löst sich das Etikett, inklusive Kleber, spielend leicht vom Untergrund.

Etiketten ablösen mit ÖlWeitere Hausmittel, die Ihnen bei Ihrem Etikettenärger helfen können, finden Sie in Ihrer Küche: Butter, Margarine und Salatöl enthalten, wie auch die Cremes und Seifen, kleberlösende Fette. Allerdings riechen die Küchenhelfer natürlich nicht ganz so angenehm, wie Seifen und Cremes.

Verreiben Sie Ihr gewähltes Hilfsmittel dünn auf den Kleberückständen und warten Sie mindestens eine Stunde. Mit einem Tuch können Sie dann bequem alle Reste abwischen.

Ähnlich leicht funktioniert es auch mit Zitronensaft oder Essig. Das Etikett beträufeln, kurz abwarten, abziehen und fertig!

Haben Sie es mit einem besonders harten Fall zu tun, kann auch der Griff zu Benzin (Wasch- oder Feuerbenzin), Spiritus oder Terpentin hilfreich sein. Der enthaltene Alkohol löst die Klebstoffe. Hierbei ist jedoch besonders auf den Untergrund des Etiketts zu achten! Vor allem Kunststoffe und Lacke werden von diesen Mitteln stark angegriffen. Unschöne Beschädigungen können die Folge sein. Weniger aggressiv, jedoch auch weniger effektiv, ist die Verwendung von Nagellackentferner. Testen Sie diese Mittel vorsichtshalber immer erst an einer nicht sichtbaren Stelle!

Wer eine schonendere aber ebenso wirkungsvolle Methode sucht, der kann zum Orangenreiniger greifen. Dieses, aus Orangenschalen hergestellte, völlig pflanzliche Lösungsmittel, erzielt dieselben Resultate wie Spiritus, Terpentin und Co., greift dabei jedoch nicht den Untergrund an. Ein weiterer Vorteil: der angenehme Orangenduft, der sich anschließend in der Luft verteilt, lässt auch im Hochsommer besinnliche Weihnachtsstimmung aufkommen und beruhigt die vom Etikett gereizten Nerven. 😉

Ein weiterer Weg zum etikettenlosen Glück: Heizen Sie dem störenden Aufkleber ordentlich ein! Denn auch Wärme kann bei der Etikettenentfernung äußerst hilfreich sein. Durch das Erwärmen, zum Beispiel mit Hilfe eines Föhns oder Feuerzeugs, lösen sich die Klebstoffe und können leicht abgerubbelt oder abgeschabt werden. Wichtig, vor allem bei der Wahl des Feuerzeugs: Der Aufkleber soll lediglich erwärmt und nicht abgebrannt werden! 😉

Sollte der Erfolg noch nicht völlig restlos sein, radieren Sie Ihr Problem doch einfach weg, um auch die letzten Klebereste und Papierfetzen zu entfernen. Wie das gehen soll? Ganz leicht: Rubbeln Sie mit der rauen Seite eines Radiergummis über die beklebte Stelle, und schon haben Sie Ihr Problem wegradiert!

Ebenso leicht und effektiv ist es, ein Klebeband auf die Überbleibsel zu kleben. Einfach fest andrücken, abziehen, und schon haben Sie eine klebefreie Stelle!

Etiketten mit dem Etikettenentferner ablösenEtiketten mit dem Etikettenschaber abschabenNatürlich macht die Verwendung all dieser Hausmittelchen nur dann wirklich Sinn, wenn es sich um vereinzelte, kleine Etiketten handelt. Wer regelmäßig vor diesem Problem steht oder größere Flächen wie z.B. ganze Lagerhallen von hartnäckigen Etikettenresten befreien muss, der greift am besten zum Etikettenentferner. Der ist zwar nicht ganz so billig wie zum Beispiel das Stückchen Margarine, funktioniert jedoch für die professionelle Etikettenentfernung am besten.

Schnell und ohne großen Aufwand löst er den Klebstoff auf, ohne dabei den Untergrund anzugreifen. Einsprühen, kurz abwarten, und schon lassen sich mit Hilfe eines Etikettenschabers alle Etikettenfetzen und Klebereste problemlos entfernen.

Das Etikett macht den Unterschied

Wie gut die einzelnen Hilfsmittel letztendlich wirken, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. Leider führt nicht jedes der beschriebenen Mittelchen bei jedem Etikett zum gewünschten Erfolg.
Welche Methode sich besonders gut oder weniger zur Etiketten-Entfernung eignet, hängt immer vom verwendeten Klebstoff, Material und dem beklebtem Untergrund ab. Für verschiedene Etiketten kommen verschiedene Klebstoffe mit verschiedenen Eigenschaften zum Einsatz. Zu wissen, ob der verwendete Kleber fett-, alkohol-, wasser- oder hitzelöslich ist, erleichtert das Ablösen natürlich enorm.

Auch das Material der Etiketten ist für die Entfernung von Bedeutung. Während aus Papier gefertigte Etiketten häufig reißen, lassen sich Etiketten aus PVC oder Kunststoff an einem Stück abziehen, hinterlassen dafür jedoch häufig unschöne Klebespuren. Hier ist es oft sehr hilfreich, die obere Schicht des Etiketts zu entfernen oder die Ränder etwas zu lösen, bevor Sie die beschriebenen Hilfsmittel verwenden. Bei Papieretiketten ist dies nicht notwendig.

Der Untergrund macht den UnterschiedFür die Beschaffenheit des Untergrundes lässt sich generell sagen: umso glatter der Untergrund, desto besser klebt das Etikett und umso schwerer ist es zu lösen. Der Klebstoff kann sich hier besonders gut mit dem Untergrund verbinden. Lassen Sie das Hilfsmittel gegebenenfalls etwas länger wirken!

Labelfox Fazit: Handeln Sie nach der Faustregel „Wärme, Wasser, Öl, Alkohol“

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nicht wissen, welche Art von Etikett verwendet wurde – und sind wir mal ehrlich: „Wer weiß das durch bloßes Hinsehen denn schon?“ – dann probieren Sie zuerst die unbedenklichste Methode. Versuchen Sie also zunächst Ihr Glück mit dem Föhn. Sollte dies keinen Erfolg erzielen, verwenden Sie anschließend Wasser oder Öl-haltige Mittel. Auf Spiritus oder ähnliches sollten Sie nur in wahren Härtefällen zurückgreifen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Tipps und Tricks zukünftigen Etikettenärger ersparen und sich die Probleme mit den Aufklebern wie von selbst lösen. 😉

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.

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Veröffentlicht am 22. August 2013 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
Kategorie: Etiketten.
 

3 Kommentare zu "Ärger mit den Etiketten: So sagen Sie klebrigen Labels den Kampf an!"

Liane Toscano schrieb am 5. Februar 2014 um 14:54 Uhr:

Alles ausprobiert,nichts geht. es ist ein Rosenaufkleber ca. 10 cm Durchmesser und der geht nicht ab. Habe inzwischen mindestens 10 € ausgegeben, hätte lieber gleich einen neuen Klodeckel kaufen solle,was ich jetzt auch machen werde und in Zukunft lasse ich die Hände von Aufkleber…

 
Carolin Steigenberger schrieb am 13. Februar 2014 um 10:22 Uhr:

Guten Tag Frau Toscano,

oje! Da haben Sie tatsächlich ein wirklich hartnäckiges Exemplar erwischt.

Gerade spezielle Etiketten und Aufkleber für Badezimmer und öffentliche Feuchträume sind darauf ausgelegt, auch den schwierigsten Bedingungen Stand zu halten. Und das ist auch gut so, damit Sie auch nach der Einwirkung von Nässe, Reinigungsmitteln und Laugen noch lange Freude an Ihrem Badaufkleber haben.

Möchte man so ein Spezialetikett allerdings dann doch einmal entfernen, kann es passieren, dass selbst die besten Tipps nicht weiterhelfen. Vielleicht finden Sie (statt eines neuen Toilettendeckels) evtl. ein neues, hübsches Motiv, das den alten, ungeliebten Rosenaufkleber verdecken kann?

Trotz allem Ärger wünsche ich Ihnen noch eine schöne Restwoche!

Herzliche Grüße
Carolin Steigenberger

 
Mani schrieb am 10. April 2014 um 12:36 Uhr:

Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Weiter so!

 

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