Textiletiketten – für jede Gelegenheit

Egal ob auf Messen für die Aussteller, im Kindergarten für das Spielzeug oder zur Kennzeichnung von Textilerzeug-nissen, wie Teppiche, Matratzen oder Polster – Textiletiketten werden in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet.

Eines aber haben diese Aufkleber alle gemeinsam: Die Gestaltung und Zuordnung von bestimmten Kleidungsstücken oder anderen textilen Produkten.

Welche Textiletiketten gibt es und wie werden diese befestigt?

Textiletiketten werden heutzutage in vielen unterschiedlichen Bereichen verwendet. Die Ausführungen dieser Etiketten und deren Anbringung sind daher ebenso vielseitig wie ihre Einsatzgebiete.

Die beliebtesten Etiketten für Textilien:

Selbstklebende Etiketten

Etiketten zum Einnähen

Etiketten zum Aufbügeln

Etiketten zum Anhängen

Selbstklebende Textiletiketten

Diese wiederablösbaren Namensaufkleber werden aus elastischer Acetatseide, oder auch Kunstseide, hergestellt. Die Acetatseide ist der natürlichen Seide sehr ähnlich.

Dank des verwendeten Spezialklebers halten die Etiketten besonders stark auf Textilien und glatten Oberflächen, lassen sich jedoch ebenso leicht wieder rückstandsfrei entfernen. Als Namensetiketten für Messen oder größere betriebliche Veranstaltungen ist diese Art der Textilkennzeichnung besonders vorteilhaft.

Die Acetatseide-Aufkleber gelten als günstige Alternative zu den häufig verwendeten Plastikschildern und halten auch ohne Anstecknadel sicher an der Kleidung.Je nachdem, ob Sie auf Bogen oder auf Rolle konfektioniert werden, können sie diese mit jedem herkömmlichen Tintenstrahldrucker oder Etikettendrucker beschriften.

Textilaufkleber sind frei gestaltbar und können mit beliebigen Designs bedruckt werden. Die Aufschrift per Hand ist mit jedem geeigneten Stift aus der Drogerie oder dem Bastelladen natürlich ebenso möglich. Sobald das Namensetikett passend beschriftet ist, löst man dieses vom Trägermaterial und klebt es an die gewünschte Stelle auf dem Stoff. Kurz festdrücken – fertig!

Etiketten zum Einnähen

Namensetiketten zum Einnähen für die Kennzeichnung in Schulen, Krankenhäusern oder Altersheimen sind sehr hilfreich und manchmal sogar verpflichtend. Auch bei der Produktion von Textilien, wie Kleidungsstücken oder Einrichtungsgegenständen (Teppiche oder Polster) verwendet man die Etiketten. Sie werden aus Polyestergewebe, Satin oder Baumwolle gewebt und dann beispielsweise vom Hersteller oder vom Händler in die entsprechenden Produkte maschinell eingenäht.

Dazu zählen neben Größenetiketten auch Angaben zur Marke oder zu Pflegehinweisen. Der Nutzen der einnähbaren Textiletiketten liegt auf der Hand: Die Identifizierung in öffentlichen Einrichtungen, aber auch die Information der Endverbraucher über die Zusammensetzung, die Herkunft und diverse Pflegemöglichkeiten.

Etiketten zum Aufbügeln

Ähnlich wie das Aufkleben von Acetatseide-Etiketten ist auch das Aufbügeln eine einfache Variante um ein Etikett dauerhaft auf einem Textil zu fixieren. Wenn es um das Kennzeichnen von Kinderkleidung geht, greifen Eltern häufig auf diese Art der Beschriftung zurück – nicht zuletzt weil es neben den praktischen Namensetiketten auch viele Aufbügeletiketten in Form von Tieren oder anderen kinderfreundlichen Bildern zur Auswahl gibt.

Etiketten zum Anhängen

Eine etwas abgeänderte Form der Textiletiketten sind die sogenannten Anhängeetiketten. Diese Etiketten werden, wie der Name schon sagt, an das jeweilige Produkt angehängt und kommen daher ganz ohne Klebstoff aus. Es gibt die verschiedensten Ausführungen, wie Schlaufenetiketten, Etiketten mit Loch, Öse oder die Befestigung mittels Draht und Gummiband.

Diese Beschriftung kommt überall dort zum Einsatz wo eine schnelle und flexible Kennzeichnung gewünscht ist. So werden zum Beispiel Preisschilder oder Produktbezeichnungen häufig mit dieser Methode an Textilien jeder Art befestigt und bei Bedarf wieder entfernt und wiederverwendet. Der große Vorteil bei dieser Form der Textiletiketten ist deshalb die Möglichkeit der Wiederverwendung. So werden Kosten und Material bei der Herstellung und dem Handel mit Textilien jeglicher Art gespart. Die verwendeten Materialien sind neben verschiedenen Kunststoffen auch Papier, bestimmte Vliesstoffe oder Metall.

Was kommt drauf? – gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien

Für Namensaufkleber oder auch Namensetiketten, wie man sie auf Messen oder großen Veranstaltungen verwendet, gibt es keine festgelegten Beschriftungen. Wie die Bezeichnung aber schon vermuten lässt, dienen diese Art der Aufkleber zur Identifikation von Personen oder Personengruppen. Folglich beschriftet man diese Etiketten mit Personen- oder Firmennamen. Durch das seidenmatte Etikettenmaterial vermitteln die Aufkleber einen seriösen Eindruck – außerdem kann man sie ganz individuell nach den eigenen Vorstellungen gestalten und bedrucken.

Im Gegensatz zu selbstklebenden Textiletiketten ist man bei der Kennzeichnung von Textilien für den Verkauf nicht so flexibel: Hersteller und Händler müssen in diesem Bereich auf die korrekte Kennzeichnung achten. Neben den gesetzlichen Bestimmungen im Textilkennzeichnungsgesetz gilt vor allem die EU-Verordnung Nr. 1007/2011 als besonders wichtig. Dort ist zum Beispiel festgelegt, welche Produkte überhaupt als Textilerzeugnisse in diesem Sinn zu werten sind und welche eben nicht.

Zur Beschriftung wird in der EU-Verordnung zum Beispiel folgendes geschrieben: Bei bestimmten Produkten ist die Rohstoffzusammensetzung äußerst wichtig und genau der Vorschrift entsprechend anzugeben. Die bloße Angabe von Markennamen oder Firmenbezeichnungen reicht im Normalfall nicht aus, ebenso ist es verboten Wortverbindungen oder Eigenschaftsworte zu verwenden. Hier besteht erhöhte Abmahngefahr. So wäre beispielsweise das Wort „Lycra“ (synthetische Kunstfaser) als alleinige Angabe nicht zulässig. Sie dürfte nur in Verbindung mit der korrekten Benennung „Elasthan“ verwendet werden.

Diese Kennzeichnungsvorschriften gelten nicht nur für den Einzel- oder Großhandel sondern sind auch für den Katalog- und Internetvertrieb von entscheidender Bedeutung. Das Ziel, welches man mit solchen Richtlinien und Bestimmungen erreichen möchte, ist offensichtlich: Die standardisierte und somit europaweite einheitliche Kennzeichnung von bestimmten Produkten und Erzeugnissen. Das wiederum soll in erster Linie die Endverbraucher über bestimmte Risiken und Handhabungen informieren.


Hinweis
: Die Pflegekennzeichnung ist in Deutschland noch keine Pflicht. Von der internationalen Vereinigung für die Pflegekennzeichnung von Textilien, auch GINETEX genannt, wurden zwar Richtlinien zu festgelegten Pflegesymbolen und deren Verwendung veröffentlicht, diese sind bis heute für die Hersteller und Händler aber auf einer freiwilligen Basis.

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.

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Veröffentlicht am 16. Mai 2018 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
Kategorie: Etiketten.
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