Etiketten und Kennzeichnung: Geht es auch ohne Etikettendrucker?

Etiketten ohne Drucker beschriftenEtiketten und Etikettendrucker gehören in vielen Firmenbereichen bereits zur Standardausrüstung. Was viele Unternehmer jedoch nicht wissen: Oftmals reichen die Etiketten-Beschriftung per Hand, die farbige Markierung, die Nutzung vorbedruckter Aufkleber oder andere kostengünstige Kennzeichnungsmethoden vollkommen aus, während ein überteuertes oder gar völlig unpassendes Gerät angeschafft wird.

Wir zeigen Ihnen daher in diesem Artikel, wie Sie Etiketten auch ohne die Anschaffung eines Etikettendruckers verwenden können und bieten Ihnen Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen.

1. Vorbedruckte Etiketten kaufen

Etiketten gibt es mittlerweile für nahezu jeden Einsatzzweck. Wenn Sie nicht gerade individuelle Seriennummern oder Barcodes für Ihre Anwendung benötigen, finden Sie das richtige Label oft direkt im Shop Ihres Vertrauens.

So können hochwertige Produkte zum Beispiel mit vorbedruckten Siegeletiketten versehen werden, um ein unerlaubtes Öffnen der Verpackung anzuzeigen. Siegeletiketten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit einer Vielzahl von Aufdrucken. Garantiesiegel und Rücknahmesiegel sind dabei nur zwei Beispiele, die sich auch ohne zusätzlichen Druck für Ihre spezielle Anwendung eignen können. Zudem bedrucken viele Anbieter Etiketten für Sie auch nach Wunsch.

Aktionsetiketten sind ein weiteres Beispiel für Etiketten, die ohne zusätzlichen Aufdruck verwendet werden können. So gibt es zum Beispiel vorgefertigte Rabatt-Labels mit allen möglichen Prozentzahlen direkt beim Händler, während Sie das passende Etikett nur noch verkleben müssen.

Auch für den Warenversand reichen vorbedruckte Etiketten meist vollkommen aus. Versandetiketten oder Transportaufkleber zeigen den richtigen Umgang mit der Fracht an, ohne das für Sie ein Etikettendrucker zum Einsatz kommen muss.

2. Etiketten selbst beschriften

Neben der Bedruckung mit dem Thermodrucker können kleine Etikettenmengen auch direkt per Hand beschriftet werden. Für selten wiederkehrende, kurzfristige und interne Kennzeichnungen, die Ihre Kunden nicht zu Gesicht bekommen, ist das eine sinnvolle Alternative zum Druck. Ihre Ausgaben beschränken sich dabei auf die Etiketten selbst und – je nach Material Ihrer Etiketten – einen Folienstift. Denn grundsätzlich gilt: Bleibt die Etikettierung im kleinen Rahmen, können benötigte Zusatzinformationen und Hinweise immer problemlos auf Blanko-Labels per Hand notiert werden, wohne dass ein spezieller Drucker nötig ist.

So können Sie zum Beispiel auf QS-Etiketten inkl. Textfeld den Namen des Prüfers und das Prüfdatum per Hand eintragen, um die interne Qualitätssicherung zu dokumentieren. Weiterhin könnte für die jährliche Inventur auf die Beschriftung per Hand zurückgegriffen werden: Ihre Mitarbeiter schreiben die gezählte Menge auf ein wieder ablösbares Etikett, das am Regal oder an einem der Produkte angebracht wird. So muss die Menge nur noch erfasst werden und bleibt solange lesbar, bis das Etikett entfernt wird.

3. Ohne Beschriftung: Die Farbe macht’s

Markierungspunkte für die Ablage

Auch ohne Beschriftung können Etiketten Ihren Zweck erfüllen, denn einige Anwendungen benötigen keinen bestimmten Aufdruck: Ein Etikett in einer bestimmten Farbe reicht zum Teil völlig aus, um den gewünschten Aspekt zu vermitteln. Besonders effektiv sind farbige Etiketten zur Unterstützung von Prozessen im Büro, wie das folgende Beispiel verraten wird:

Wenn Sie Ablagen für eingehende Aufträge verwenden, können Sie diese einfach farblich kennzeichnen. Das Fach für unbearbeitete Aufträge mit rot und die fertigen Aufträge mit einem grünen Etikett. Sie kommen ungemein günstiger als mit einem Thermodrucker und drucken genau das aus, was sie möchten. Die Verwendung von Signalfarben unterstützt Sie hierbei zusätzlich: Rot bedeutet „Achtung!“, während Grün Ihren Mitarbeitern signalisiert „Alles okay!“.

Für spezielle Anwendungen können Sie sich auch eigene Farbschemata überlegen und damit mehr als nur bearbeitete und nicht bearbeitete Aufgaben kennzeichnen. Natürlich muss sich ein solches System immer erst durchsetzen. Führen Sie ein solches Farbschema daher immer nach und nach ein und bieten Sie am Anfang zusätzliche Möglichkeiten der Unterscheidung an. Denn erst wenn das System sich etabliert hat, können Sie damit auch effizient arbeiten. Einen umfassenden Artikel über die farbige Kennzeichnung im Büro und Archiv finden Sie übrigens ebenfalls auf Labelfox.com!

4. Bogenetiketten: Bedruckte Etiketten ohne Etikettendrucker

Wenn Sie doch individuell bedruckte Etiketten benötigen, diese aber nur in kleinen Mengen, reicht oft auch die Bedruckung von Bogenetiketten im Laser- oder Inkjetdrucker aus.

Besonders für die Geschäftskorrespondenz, die keinesfalls per Hand abgewickelt werden kann, eignen sich selbst gedruckte Adresslabels. Achten Sie allerdings darauf, dass nicht jedes Material mit jedem Druckverfahren bedruckt werden kann: So sind viele Papier- und Folienetiketten auf Bogen zwar für Laserdrucker, Kopierer oder Tintenstrahldrucker geeignet, der Tintenstrahldrucker (Inkjetdrucker) muss allerdings mit lösemittelbasierter Tinte arbeiten, um einen wischfreien Aufdruck zu erreichen. Tintenstrahldrucker, die mit wasserbasierten Tinten arbeiten, liefern auf speziell beschichteten Bogenetiketten für Inkjetdrucker einwandfreie Ergebnisse!

Für kleine Druckaufkommen ist die Bedruckung mit Ihrem bereits vorhandenen Drucker eine sinnvolle Alternative.

Labelfox-Fazit

Etikettendrucker sind nützlich und wichtig – aber es geht auch ohne! Besonders wenn Ihr Betrieb noch überschaubare Etikettenmengen verschlingt, müssen Sie sich für die Bewältigung täglicher Kennzeichnungsaufgaben kein teures Gerät anschaffen. Wir haben Ihnen Ihre 4 Möglichkeiten für die Markierung ohne Thermodrucker hier noch einmal zusammengefasst:

  • Verwenden Sie bereits bedruckte Etiketten für die Versiegelung Ihrer Produkte oder für den Versand Ihrer Waren.
  • bewältigen Sie interne Kennzeichnungen durch die Beschriftung per Hand oder fügen Sie Zusatzinformationen auf bereits bedruckten Etikett hinzu.
  • Nutzen Sie farbige Etiketten für einfache Kennzeichnungen und führen Sie bei Bedarf ein eigenes Farbschema für interne Prozesse ein.
  • Bedrucken Sie kleine Etikettenmengen auf Bogen, mit Ihrem Laser- oder Inkjetdrucker.

Wächst Ihr Unternehmen mit der Zeit, wird die Anschaffung eines Etikettendrucker als Desktopdrucker oder Industriegeräte irgendwann unabdingbar, um dem steigenden Anspruch an einer übersichtlichen Kennzeichnung gerecht zu werden. Welches Gerät das Passende für den eigenen Bedarf ist, erfahren schlaue Labelfox-Leser ürbrigens im Artikel:
So kaufen Sie den passenden Etikettendrucker Bis es soweit ist, kennzeichnen Sie clever und kostengünstig!

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.

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Veröffentlicht am 28. März 2017 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
Kategorie: Etiketten.
 

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