Thermotransferfarbbänder – der Schwärzegrad in ODR

Bedeutung von ODR bei FarbbändernSie sind auf der Suche nach dem idealen Thermotransferfarbband und fragen sich:

„Was macht dieses Farbband aus und eignet es sich für meinen Einsatzbereich?“

Sie finden ein Datenblatt des Herstellers und stöbern nach mehr Informationen. Der Hersteller beschreibt die Farbbandleistung in diesem Datenblatt mit Merkmalen wie:

„Exzellente Druckqualität“, „Exzellente Abrieb- und Kratzfestigkeit“, „Exzellente Lösungsmittel- und Hitzebeständigkeit“ … „Die Tinte bietet eine exzellente Druckqualität bei allen Arten von Strichcodes, großen oder kleinen alphanumerischen Zeichen oder Logos, bei einer mit ODR ermittelten Schwärze von 1,8.“

Sie fragen sich:

„Was sagt mir dieses ODR?“

Labelfox hat die Antwort für Sie!

Qualitätsstufen von Thermotransferfarbbändern und Leistungsmerkmale

Erinnern Sie sich an die unterschiedlichen Typen von Farbbändern? Abhängig von der Beschichtung des Farbbandes werden drei Farbbandtypen voneinander abgegrenzt, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können und auf unterschiedlichen Etikettenmaterialien zu einem guten Druckbild führen:Farbbänder im Vergleich

Diese Farbbandtypen können hinsichtlich ihrer Bandleistung anhand von Kriterien beurteilt werden. Allen voran steht die Druckqualität, gefolgt von der Sensibilität und der Widerstandsfähigkeit. Nicht nur ein zufriedenstellendes Druckbild steht im Vordergrund, sondern auch die mechanische oder chemische Beständigkeit des Aufdrucks. In den Datenblättern der Hersteller von Thermotransferfarbbändern finden sich häufig exakte Angaben über diese Kriterien. Wachs-, Harz- oder Mischfarbbänder erfüllen die Kriterien in unterschiedlichem Maß, je nachdem für welchen Einsatzzweck sie konzipiert sind.

Die Druckqualität gemessen in ODR

ODR AXR8Die Druckqualität eines Farbbandes, kann zum Beispiel durch vier Unterkriterien beurteilt werden: Schwärzung, Feinheit des Ausdrucks, Strichcode 0° und Strichcode 90°. Die Schwärze wird in Datenblättern in ODR angegeben. ODR steht für Optical Density Reflection. Je höher der erreichte ODR-Wert ist, desto besser ist die Farbdichte bzw. Volltondichte Ihres Druckbildes zu beurteilen.

Gemessen werden diese Werte speziell für gedruckte Bilder mit dem Auflicht-Densitometer. Das angewandte Verfahren nennt sich Densitometrie. Das Dichtemessgerät errechnet die Farbmenge pro Flächeneinheit. Somit lässt sich eine Aussage darüber treffen, wie dick die Farbschicht auf dem Etikett ist. Je mehr Farbe vorhanden, desto weniger Licht wird reflektiert. Wird ein hoher ODR-Wert erzielt, sind Rückschlüsse auf einen dichten Farbauftrag und eine intensive Schwärze zu ziehen.

Anmerkung: Unabhängig vom Farbband, spielen auch die richtige Lagerung des Etikettenmaterials und die fachgerechte Wartung des Etikettendruckers immer eine Rolle, um fortwährend gute Druckergebnisse zu erzielen. Der Druckkopf bedarf ebenfalls einer entsprechenden Pflege.

Weitere Kriterien für die Beurteilung der Farbbandleistung

Neben der Druckqualität werden auch die Sensibilität oder die Beständigkeit des Aufdrucks herangezogen um die Bandleistung genauer zu beschreiben.

Die Sensibilität wird durch die Druckgeschwindigkeit, die notwendige Druckenergie und letztlich auch durch die Eignung näher definiert. So wird deutlich, mit welcher Druckenergie eine gute Druckqualität erzielt werden kann oder bis zu welcher Druckgeschwindigkeit das Farbband die entsprechenden Leistungen erbringt. Die Widerstandsfähigkeit eines Farbbandes wird unter anderem durch die mechanische, thermische Beständigkeit oder durch andere Beständigkeitsmerkmale wie Licht, Wasser und Lösungsmittel beschrieben.

Beispiel: Das Harzband ARMOR AXR 8 besitzt eine sehr gute Sensibilität, denn seine Struktur ermöglicht den Druck auf verschiedenen Kunststoffmaterialien, mattem oder hochglänzendem Papier. Die Druckqualität von 1,8 ODR erreicht das Farbband dabei auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 250 mm/s und unter hoher Druckenergie. Druckverschlechterungen treten beispielsweise erst ab Temperaturen über 250 °C auf, was für eine hohe Hitzebeständigkeit spricht.

Labelfox-Fazit:

Die Ergebnisse in Datenblättern von Thermotransferfarbbändern beziehen sich immer auf eine Beurteilung der Bandleistung in Verbindung mit Etikettendrucker, Druckereinstellung und geeigneter Unterlage. Diese Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein, um im Zusammenspiel das perfekte Druckbild zu erzielen. Wer ein Farbband benötigt, muss demnach nicht nur das reine Produkt, sondern alle Komponenten des Drucks im Auge behalten. Um das passende Farbband für Ihren Etikettendrucker zu finden, nutzen Sie auch die von uns zusammengestellte Übersicht.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über Densitometrie.

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Frank Hofmann

Autor bei Labelfox
Als einer der „alten Hasen“ der Branche liegt es mir sehr am Herzen, meinen Lesern stets relevante und aktuelle Informationen rund um die professionelle Kennzeichnung zu liefern. Der Etikettendruck ist mein Steckenpferd und bietet mir für die objektive Berichterstattung täglich neue Spielräume.
Veröffentlicht am 20. Februar 2015 von
Frank Hofmann und abgelegt in der
Kategorie: Farbband, Thermodruck.
 

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