Strichcodes auf Grevyzebras – der natürliche Barcode

Natürlicher BarcodeAlle Tiere sind gleich und nur wir Menschen unterscheiden uns. So lautet ein weit verbreiteter Gedanke. Doch dass auch Tiere ein einzigartiges Merkmal besitzen, so wie der Mensch zum Beispiel den Fingerabdruck, weiß fast niemand. Genau solch ein Merkmal, das sie von jedem anderen Artgenossen unterscheidet, wird aber jetzt genutzt, um die vom Aussterben bedrohten Grevyzebras zu retten.

Die im nordöstlichen Afrika vorkommenden Lebewesen sind durch die Jagd des Menschen und zusätzlich durch den Verlust ihres Lebensraumes zunehmend bedroht. Gerade deswegen wird es immer dringender, die Tiere zu katalogisieren und ihnen systematisch zu helfen.

Der Barcode auf dem Grevyzebra

Jeder, der an ein Zebra denkt, denkt nicht etwa zuerst an ihre Verwandtschaft zu Pferden oder womöglich an ihre Ohren. Nein, jeder denkt an das markante Streifenmuster der Tiere. Und gerade bei den Grevyzebras ist das Fellmuster besonders. Vergleicht man sie mit ihren Artgenossen, so erkennt man vor allem ein dichter beieinander liegendes Streifenmuster auf ihrem Fell.

Momentan sind mehrere Organisationen dabei, für den Schutz der Grevyzebras aktiv zu werden. „Marwell Wildlife“ ist ein fürsorglicher Zoo und Wohltätigkeitsverein aus England, der sich vor allem in Afrika für die vom Aussterben bedrohten Tiere einsetzt. „Wildlife Works“ ist eine Gesellschaft, die sich ebenfalls für den Erhalt von bedrohten Wäldern, Tieren und Gemeinschaften stark macht. Gemeinsam arbeiten sie derzeit an einer Software, die die Streifen der Zebras von einem Foto ablesen und sie, wie bei einem Barcode, auswerten kann. Denn jedes Tier hat sein eigenes, individuelles Streifenmuster, das man schon von einer großen Distanz aus sieht, und somit immer perfekt identifiziert werden kann.

Vorbei wären damit die Zeiten von RFID-Chips, die den Zebras bisher zur Identifikation einzeln implantiert werden müssen. So schnell und schonend diese Prozedur auch durchgeführt werden mag, so setzt sie die wildlebenden Tiere doch noch immer unter erheblichen Stress.

Labelfox-Fazit

Mit der Barcode-Software für Grevyzebra wäre eine einfache Methode geschaffen, die einen großen Fortschritt für das Katalogisieren der Tiere darstellt. Dass bei ihrer letzten Zählung nur noch 26 Tiere in ihrem Gebiet dokumentiert werden konnten, zeigt, wie dringend es ist, etwas zu ändern.

Im Moment sind die Organisationen dabei, Fotografien der Grevyzebras auf codierten Karten festzuhalten. Hoffen wir, dass die Technologie bald soweit sein wird, um die Software zur Auslesung der Zebrastreifen in die Realität umzusetzen und letztendlich ein Stück dazu beizutragen, eine weitere Tierart zu erhalten.

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Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.
Veröffentlicht am 23. Mai 2014 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
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