Fünf Möglichkeiten den QR-Code als Marketinginstrument zu nutzen

QR-Code

Der QR-Code

Was ist der QR-Code und wo wird dieser eingesetzt? Mittlerweile ist auch das Marketing auf den Geschmack gekommen den QR-Code für Werbung zu nutzen. Welche Möglichkeiten es für den Einsatz des QR-Codes im Marketing gibt und wie der QR-Code erzeugt wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Anfangs nutzte nur die Industrie QR-Codes, aber mittlerweile erobern die quadratischen Muster zunehmend auch den privaten Bereich. Wie viele in der Marketingbranche wissen, sind heute QR-Codes der neuste Stand der Technik in der mobilen Welt. Diese kleinen, 2D-Barcodes bieten eine breite Palette an Möglichkeiten, den Kunden besser an das Unternehmen zu binden und haben ein großes Potential die online und offline Werbung sinnvoll miteinander zu verbinden.

Was ist der QR-Code?

QR steht für „Quick Response“, übersetzt ins Deutsche „schnelle Antwort“. Diesen zweidimensionalen Code hat die japanische Firma Denso Wave im Jahre 1994 entwickelt. Hintergrund war, dass in den 80er-Jahren die Anforderungen in der Automobilindustrie an maschinenlesbare Codes zunahmen. Sie sollten mehr Informationen auf kleinerer Fläche unterbringen und geringe Anforderungen an Lesegeräte stellen. Und sie sollten auch dann noch funktionieren, wenn sie teilweise zerstört oder unleserlich waren. Aufgrund dieser Vorgaben wurde dieser spezielle QR-Code entwickelt.

QR-Codes sind wie kleine Datenspeicher, die bis zu einer halben DIN-A4-Seite Text (4296 alphanumerische Zeichen) hinterlegen können. Die Mitteilungen sind in einem Muster aus hellen und dunklen Punkten verschlüsselt. Die Punkte entsprechen den Nullen und Einsen in der digitalen Computertechnik. Sie können auch dann noch ausgelesen werden, wenn bis zu 30% der Fläche beschädigt wurde.

Im Marketingbereich kann man sich diese QR-Codes zu Nutze machen, da es in einer Zeit der Smartphones und Fotohandys möglich ist, mit kostenlosen Apps, den QR-Code zu lesen. Die Verbreitung von QR Codes ist in Deutschland bisher noch nicht hoch. Anders beispielsweise in Japan, wo auf fast jedem Werbemittel ein solcher Code abgedruckt wird. Wenn Sie daran interessiert sind, den QR-Code für das eigene Unternehmen zu nutzen, gibt es ein paar Möglichkeiten diesen in den Marketingplan einzubinden. Allerdings sollte man beachten, dass die Website vorher für Smartphones optimiert werden sollte, bevor man den QR-Code für das Unternehmen nutzt. Wir möchten hier fünf Varianten vorstellen, wie der QR-Code für das Unternehmen genutzt werden kann.

  1. QR-Code auf Visitenkarten einfügen
    Sie haben die Möglichkeit einen QR-Code von Ihrer Unternehmenswebsite zu erstellen und diesen können Sie dann auf Ihrer Visitenkarte integrieren. Durch das Abscannen des QR-Codes gelangt dann die jeweilige Person sofort auf die Unternehmenshomepage. Weiterhin ist es möglich, dass Personendaten als QR-Code in vCard-Format hinterlegt werden – der neue Kontakt des Geschäftspartners landet dann nach Abscannen des Codes sofort im elektronischen Speicher des Smartphones. Das fehlerfreie Abtippen bleibt dem Empfänger der Visitenkarte somit erspart.
  1. Integration des QR Codes in der Printwerbung
    Denkbar ist auch die Integration des QR-Codes in einer Printanzeige, in einem Zeitungsartikel, auf Plakaten, in einem Video oder Werbeanzeige. Dort kann dann der Verbraucher durch Scannen des Codes mit einem Fotohandy direkt zur entsprechenden Produktseite im Online-Shop des Unternehmens gelangen, ohne die URL eintippen zu müssen. Damit können aber auch besondere Aktionen, wie beispielsweise einer QR-Code-Schnitzeljagd in elektronischer Form durchgeführt werden. Es gilt hier, einen bestimmten geografischen Punkt zu erreichen, um von dort Hinweise auf den nächsten Punkt zu bekommen.
    Die Firma Tesco hat Produkte auf Plakaten abgedruckt, die mittels QR-Code sofort im Online-Shop gekauft werden können. Ein weiteres Beispiel gibt uns der Weltbild-Verlag. Denn dieser sorgt für interessante Lesepausen an Haltestellen in Hamburg. Mit Hilfe des QR-Codes kann man sich in der Wartezeit Leseproben im mobilen Webshop anschauen oder direkt die Bestellung durchführen. Das ist ein Shopping-Erlebnis der anderen Art!

    Man kann auch seinen eigenen Firmenwagen als Werbeträger nutzen. Anstatt nur das Firmenlogo aufzukleben, kann zusätzlich ein großer QR-Code auf das Auto gedruckt werden. Dieser Code verweist nach Abscannen des QR-Codes mit einem Smartphone direkt auf die firmeneigene Website.

  2. Integration des QR-Codes auf Produkten
    Dass man mit dem QR-Code neue Wege gehen kann, hat auch das Unternehmen H&M bewiesen. In die Kleidung dieser Marke wurden QR-Codes eingenäht, über die man Zugriff auf einen Gutschein hatte. Mit diesem Gutschein gab es dann beim nächsten Einkauf einen Rabatt. Mit der Idee des Gutscheins lassen sich natürlich auch Gewinnspiele realisieren. In dem QR-Code können zum Beispiel Losnummern oder Lösungswörter für Rätsel kodiert werden.
    Auch dieses Beispiel zeigt, dass sich durch den QR-Code ein zusätzlicher Service bzw. ein Mehrwert für die Kunden realisieren lässt: So wurden zusätzlich an den Haltestellen im öffentlichen Personennahverkehr auf den Fahrplanaushängen QR-Codes angebracht. Über dies QR-Codes können nun die Fahrgäste zum Beispiel über Verspätungen und den aktuellen Standort informiert werden.
    Ein gutes Beispiel bietet auch die Firma Henkel. Diese hat auf einige ihrer Waschmittelprodukte QR-Codes angebracht, über die sich Informationen zum richtigen Einsatz des Waschmittels einsehen lassen.
    Die Firma Diesel hat seinen Produkten in einem regionalen Geschäft QR-Codes zugewiesen. Kunden, die ein Smartphone besitzen, können diesen Code abscannen und so ihren Freunden direkt auf Facebook mitteilen für welches Kleidungsstück sie sich gerade interessieren. Zeitgleich werden dem potentiellen Kunden weitere interessante Produkte von Diesel, die zu dem gescannten QR-Code passen, auf dem Smartphone angeboten.
    In der Lebensmittelbranche kann der QR-Code eingesetzt werden, um weitere Informationen über Produkte zu vermitteln. So wird ab Januar 2012 Aldi Süd den quadratischen Code auf Schweinefleischspezialitäten drucken. Die Verbraucher sollen dadurch Einzelheiten zur Produkthistorie erfahren, denn „Fleischkauf ist Vertrauenssache“, so Aldi. Via QR-Code will man deshalb den Weg vom Bauernhof bis zur Verkaufsstelle für den Kunden transparent machen.
    .
  3. Reichweite durch QR-Codes in Social Media erhöhen
    Ein Anwendungsbeispiel zum Einsatz des QR-Codes bietet hier Facebook-Orte, Foursquare oder Yelp. Dazu benötigen Sie zunächst die URL für den „Ort“ vom Unternehmen etc. und generieren aus der URL einen QR-Code. Dann können sich die Anwender nach Abscannen des QR-Codes sofort einloggen und die jeweiligen Dienste nutzen. Das Unternehmen, Produkt oder Dienstleistung kann dann auch sofort an Freunde und Bekannte weiterempfohlen werden.
    Der Code kann aber auch dazu genutzt werden, um die Facebook-Page, den Twitter-Account oder die Xing-Unternehmens-Seite bekannter zu machen, in dem der QR-Code zusätzlich in der Printwerbung abgedruckt wird. In der Printwerbung muss der QR-Code nur noch mit einem Smartphone abgescannt werden und schon gelangt der Kunde auf der entsprechenden Homepage, die im Code hinterlegt wurde. So einfach lässt sich die online Welt mit der offline Welt verknüpfen.
  4. QR-Code auf Etiketten und Aufkleber drucken
    Mit Hilfe eines Barcode-Druckers  können die QR-Codes auch problemlos auf Etiketten und Aufkleber gedruckt werden. Die bedruckten Etiketten können dann in den verschiedensten Bereichen (Adressaufkleber, Produktaufkleber, Paketaufkleber, Visitenkarten, Versandaufkleber, Nummerierungen, Gewinnspiele, elektronische Schnitzeljagd etc.) eingesetzt werden. Da ein entsprechender Mindestkontrast für die gute Lesbarkeit des QR-Codes wichtig ist, wird dieser vorwiegend in schwarz-weiß (Thermodirektdruckverfahren) abgedruckt.


 

2D-Code bzw. QR-Code generieren:

Es gibt einige kostenlose Dienste, um einen QR-Code generieren zu können. Mit Hilfe von Bitly.com und Google QR Code Generator innerhalb goo.gl shortener Google kann eine URL verkürzt, aber auch gleichzeitig kann aus der URL ein QR-Code generiert werden. Der Vorteil von den genannten Diensten ist, dass man dazu Statistiken erzeugen kann. Das heißt, dass man auch mitverfolgen kann, wie oft der Link angeklickt bzw. der QR-Code ausgelesen wurde. Somit ist auch eine Messung des jeweiligen Marketinginstruments möglich.

Ähnliche Artikel:

The following two tabs change content below.

Carolin Steigenberger

Autorin bei Labelfox
Ich bin extrem neugierig und möchte nie auslernen, was mir in meinem Beruf natürlich oft zu Gute kommt. Als Bloggerin für die Kennzeichnungsbranche macht es mir Spaß, scheinbar eintönige Themengebiete und Sachverhalte von immer neuen, spannenden Seiten zu beleuchten.
Veröffentlicht am 3. August 2011 von
Carolin Steigenberger und abgelegt in der
Kategorie: Etiketten, Thermodruck.
Zugewiesene Tags: , , , , .
 

2 Kommentare zu "Fünf Möglichkeiten den QR-Code als Marketinginstrument zu nutzen"

Miriam Schmitt schrieb am 19. September 2013 um 20:14 Uhr:

Tolle Ideen! Ich werde den QR-Code auf meine Visitenkarte drucken lassen. Mal sehen, wie das ankommt und ob es genutzt wird.

Danke für die Tipps!

Grüße
Miriam

 
Labelfox schrieb am 20. September 2013 um 08:14 Uhr:

Danke für das positive Feedback! Wir sind gespannt, was Sie über die Nutzung erzählen werden!

Viele Grüße
Labelfox-Team

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.